Ziele erreicht man in der Regel am besten mit einem Hilfsmittel – sei es (wie früher) der Kompass oder (heute) das elektronische Navi.
Wenn in den Stämmen des BdP ein Stammeskompass durchgeführt wird, dann sollen dabei die Planungen für die weitere Entwicklung der Stammesarbeit in Angriff genommen werden. Das können ganz konkrete Projekte für das folgende Jahr sein oder grundsätzliche Überlegungen zur weiteren Profilbildung des Stammeslebens betreffen. Dazu nehmen sich die Gruppenleitungen ca. zwei Tage Zeit, um Stärken und Probleme der bisherigen Arbeit aufzudecken und Visionen für die Zukunft zu entwickeln. Und bei dieser intensiven Arbeit soll natürlich der Spaß nicht zu kurz kommen, weshalb neben kulinarischen Erlebnissen und gemeinsamen Spielen im vorliegenden Fall ein Besuch des Escape-Rooms in Gießen als krönender Abschluss auf dem Programm stand.
An diesen beiden Tagen wurden mehrere Ziele gesetzt und entsprechende Schritte konkretisiert. So sollen Werbemaßnahmen für die Gewinnung neuer Wölflinge durchgeführt werden, für die Stufe der Ranger/Rover ein Programm mit regelmäßigen Treffen umgesetzt und schließlich die Außendarstellung des Stammes über einen eingen Instagramm-Account erweitert werden.
Zu Jahresende wird man dann im Rahmen des Stammesrates reflektieren, inwieweit diese kurz- und mittelfristigen Ziel angegangen wurden und wo es des Nachjustierens bedarf. Auf jeden Fall ist aber ein Anfang für eine kontinuierliche Arbeit an den Zielen und der weiteren Entwicklung des Stammes gemacht worden.
Früher wurden die Ferienspiele unserer Gemeinde vorwiegend von den vielen ortsansässigen Vereinen ausgerichtet. Wohl nicht zuletzt deshalb, um den eigenen Verein vorzustellen und Kindern und Jugendlichen einen Zugang zu den je spezifischen Vereinsaktivitäten zu schaffen. Obwohl die Klage über mangelnden Nachwuchs vielerorts zu vernehmen ist, so müssen wir leider feststellen, dass wir inzwischen zu den ganz wenigen Vereinen gehören, die sich mit Angeboten bei den Busecker Ferienspielen beteiligen.
Neben „Schnitzen und Stockbrot am Badeplatz“ sind unsere beiden Kanufahrten auf der Lahn sowie das Bauen und Werfen von Bumerangs unsere alljährlich überbuchten Angebote. In diesem Jahr kam erstmals auch ein Vormittag zum Bogenschießen am Badeplatz in das Programm. Wenn auch der Regen die freie Sicht auf die Zielscheibe bisweilen beeinträchtigte, so ließen sich die Teilnehmenden doch nicht von einem konzentrierten Ausführen der einzelnen Schüsse abhalten.
Einen Liegestuhl zum sommerlichen Zeltlager mitzubringen, ist für Pfadfinderinnen und Pfadfinder zweifellos eine höchst ungewohnte Aufforderung. Doch in diesen Sommerferien wollten wir eine völlig ungewohnte Lageridee verwirklichen: Eine Woche Entspannung und den stressigen Alltag in Familie und Schule einfach mal hinter sich lassen. Dass diese Idee viele neue und erlebnisreiche Möglichkeiten eröffnet, hatten sich selbst die Organisatoren des Lagers anfangs nicht träumen lassen.
So begann das Lager im Liegestuhlkreis mit einem Cocktail, natürlich alkoholfrei, aber mit Crushed Ice und Strohhalm. Diese Entspannung beim Virgin Sunrise ging so tief, dass erst mit Beginn der Dämmerung langsam begonnen wurde, die Zelte und Nachtlager gemächlich aufzubauen.
Nicht nur mit täglich neuem Cocktail zur frühen Nachmittagszeit gestaltete sich der weitere Verlauf der Woche, sondern ebenso mit meditativem Töpfern oder der Specksteinbearbeitung zur Herstellung von Handschmeichlern oder kleinen Schmuckstücken. Neben einem Schwimmbadbesuch wurde Massageöl hergestellt und ausgiebig angewendet, Hot-Stone- und Klangschalen-Massage gehörten ebenso zum Wellnessprogramm wie der Beauty-Day mit Gesichtsmaske und Augenpads.
War der Liegestuhlkreis ursprünglich als Ort der täglichen Cocktailpause gedacht, so zeigte sich bald, dass sich das Leben vielfach dort abspielte. Nicht nur das Essen wurde im Liegestuhl eingenommen, jede freie Minute wurde genutzt, um hier eine der gefühlt 150 Runden „Werwolf“ zu spielen.
Am letzten Montag vor den hessischen Sommerferien beenden wir das Pfadfinderjahr, indem wir Eltern und Geschwister zum gemeinsamen Grillen im Anschluß an unser Montagstreffen der Wölflinge einladen. Einladen heißt, dass wir mit dem traumhaften Gelände des Badeplatzes die Location sowie die Getränke stellen. Den Rest müssen die Familien mitbringen. Letzteres gelingt immer hervorragend, sodass auf ein vielfältiges und interessantes Buffet für alle zugegriffen werden kann.
Freudig und begeistert, wenngleich bisweilen etwas schief, ist der Gesang, mit dem die Besucher begrüßt werden, die sich schnell nach ihrer Ankunft einen Platz an einem unserer fünf Biertischgarnituren sichern und dabei auch mal andere Eltern kennenlernen.
Bevor aber die beiden Feuer mit Grillrosten frei gegeben wurden, mussten Eltern und Geschwister erst einmal ein Spiel auf der großen Wiese spielen – so wie wir häufig unsere Treffen beginnen oder auf Lagern nach dem Aufstehen in der Morgenrunde die schläfrige Trägheit aus dem Körper vertreiben.
Das Pfadfinderjahr ist mit diesem Event zwar beendet. Für viele beginnt das neue Jahr aber bereits am Samstag mit dem geplanten Wellness-Lager für Wölflinge und Jungpfadfinder. Auch die Pfadinderstufe hat sich für die Sommerferien etwas vorgenommen. So soll gegen Ende der Ferien die Fulda von Bad Hersfeld aus bis nach Hann. Münden mit unseren Kanus befahren werden.
Eigentlich ziemlich langweilig, dass wir jedes Jahr im Winter den sogenannten UHU – eine Freizeitstätte der evangelischen Kirche – in der Nähe von Ober Mörlen für unser Winterlager aufsuchen. Aber es ist dort nicht nur besonders schön und vergleichsweise kostengünstig. Vor allem bietet das Haus extrem viel Platz für diverse Aktivitäten, wie etwa unsere vielfältigen Bastel- und Werk-Workshops. Sicherlich deswegen ist das Haus auch von vielen anderen Gruppen begehrt, weshalb wir stets zwei Jahre im Voraus unseren Termin buchen und anzahlen müssen.
In der Regel gibt es für das Winterlager eine Spielidee für das gesamte Wochenende, bei dem alle in eine bestimmte Rolle schlüpfen. In diesem Jahr war es Super-Mario, der im Zentrum des Geschehens stand und mit den Lagerteilnehmern eine schwierige Aufgabe zu lösen hatten.
Denn Prinzessin Peach war verschwunden. Entführt?
Jedenfalls begann eine zweitägige Jagd und Suche, die mit großen Herausforderungen für die Gruppe verbunden war. Klar, dass Peach schließlich wohlbehalten in den Kreis der Wölflinge und Pfadfinder zurückkehrte. Das ist ja immer so, Happy End kurz vor der Abreise.
Aber bis dahin galt es Informationen zu sammeln, Rätsel zu lösen oder für die Suche und Befreiung notwendige Dinge herzustellen. Die größte Freude dabei hatte freilich das Küchenteam, das für die notwendige gesunde und schmackhafte Ernährung sorgte. Denn für diese Älteren des Stammes war es mal wieder besonders schön zu beobachten, wie sich alle Teilnehmenden zunehmend in die angebotene Geschichte hineinbegaben und irgendwann offensichtlich nicht mehr zwischen Realität und Fiktion zu unterscheiden vermochten.
Ebenso war klar, dass alle nach der Rückkehr in die eigenen vier Wände am Sonntagnachmittag erst mal hinreichend Ruhe und Entspannung, eine warme Badewanne oder ein bequemes Sofa zum Chillen benötigten.
Für 2025 und für 2026 ist der UHU bereits für uns gebucht. Mal sehen, welche Spielideen unseren Gruppenleiter*innen dann einfallen werden.
Leider können wir hier keine Fotos präsentieren – erstmals haben wir vergessen, zu fotografieren, weshalb es auch keinen Presseartikel gibt.
Der Umweltpreis 2023 der Gemeinde Buseck soll am 25.01.2024 verliehen werden. Schon heute wissen wir, dass wir nicht nur zu den Gewinnern zählen, sondern den ersten Platz belegt haben.
Damit gehen wir inzwischen zum dritten Mal seit 2011 als Sieger aus diesem inzwischen jährlichen Wettbewerb hervor.
Drei Projekte des vergangenen Jahres wurden von uns eingereicht.
Das erste Projekt startete bereits in 2022. Es handelt sich um die Einrichtung eines Hochbeets für Kinder am Kinderspielplatz Borngasse, bei dem die Kinder (und deren Eltern) nicht nur eifrig Gemüse ernten und verzehren können, sondern das auch zur gemeinsamen Pflege einlädt.
„Bauschutt für die Umwelt“ – so lautete der Titel für ein neues Projekt am Badeplatz. Ein aus alten Baumaterialien errichtetes Haus soll der kleinen Population der am Badeplatz inzwischen ansässigen Zauneindechse einen erweiterten Lebensraum schaffen. Denn wir wissen alle, wie gerne Eidechsen sich in den Fugen alter Mauern aufhalten, vor allem dann, wenn – wie im vorliegenden Fall – die Mauern von der Sonne aufgeheizt werden.
Auch das dritte Projekt wurde beim diesjährigen Frühsommerlager am Badeplatz realisiert. 5 Quadratmeter Insektenhotel sind zwar nicht sonderlich innovativ. Anders als die schmucken 5-Sterne-Hotels in vielen Gemeinden, entstanden unsere Insektenhotels durchweg aus Sperrmüll. So lässt sich insbesondere den Kindern zeigen, dass auch auf einfachen Wegen jedermann etwas für zusätzliche Nistmöglichkeiten für Insekten tun kann. Und die Kreativitärt wird dabei auch herausgefordert und gefördert.
Interessierte finden hier die ausführliche Darstellung aller drei Projekte:
„Auf der Suche nach Frieden“ – so lautet das diesjährige Motto der Friedenslicht-Aktion, bei der ein Kerzenlicht von Bethlehem aus nach Östereich gebracht und von dort aus in ganz Europa von Pfadfinderinnen und Pfadffindern verteilt bzw. weitergegeben wird. Nun könnte man – wie viele – sagen, angesichts des bewaffneten Konflikts in Israel, Gaza und der Westbank ist dieses Motto hoch aktuelle. Aber das war es angesichts des Ukraine-Krieges bereits im letzten Jahr. Nein, in der gesamten über 35jährigen Geschichte des Friedenslichts gab es durchweg Kriege oder bewaffnete Konflikte auf der gesamten Welt. Auch heute sind der Nahe Osten und die Ukraine nur hervorgehobene Regionen kriegerischer Aktivität und des Leids der betroffenen Menschen. Weltweit lassen sich jährlich ca. 20 weitere Kofliktregionen ausmachen, die allerdings meist unserer Wahrnehmung entzogen sind.
Seit vielen Jahren beteiligen wir uns dan der Friedenslicht-Aktion und holen die Flamme aus der katholischen Kirche in Großen-Buseck nach Beuern, wohin sie die örtlichen DPSG-Pfadfinder*innen brachten. Mit Petroleumlampen tragen unsere Wölflinge und Pfadfis das Licht nach Beuern, wo mit Kerzen in den Pfadfinderfamilien und schließlich auch im Weihnachtsgottestdienst verteilt wird.
Es gehört zu unserer Tradition, zu diesem Anlass auch eine Spende an die Gießener „AKTION Perspektiven für jungen Menschen und Familien“ zu übergeben. Der Betrag, der alljährlich aus dem Waffelverkauf auf dem Beuerner Adventsmarkt stammt, soll den Mitarbeiter*innen der amulamten Erziehungshilfe ermöglichen, kleine Geschenke für jene betreuten Kinder zu kaufen, die aufgrund ihrer sozialen Situation nicht auf einen reich bestückten Gabentisch am Weihnachtsabend hoffen dürfen. In diesem Jahr nahm die neue Geschäftsführerin der AKTION, Frau Doris Wirkner, die Spende in Empfang.
Dass die „AKTION – Perspektiven“ 1968 von Gießener Pfadfinder*innen unseres Verbandes zum Zwecke der Resozialisierungshilfe für junge Strafentlassene gegründet wurde, nachdem eine vieljährige Pfadfinderarbeit in der Jugendstrafanstalt Rockenberg etabliert wurde, sei hier nur am Rande bemerkt. Wer sich dafür interessiert, klickte auf dieserHomepage die Seite „Partner“ an.
Dass zum traditionellen Beuerer Adventsmarkt vor der evangelischen Kirche kein Schnee liegt oder fällt, damit war auch in diesem Jahr mal wieder zu rechnen. Dass jedoch hartnäckig herabfallender Regen das Geschäft derart beeinträchtigen würde, das hatte niemand zu befürchten gewagt.
So sind viele schöne Bastelprodukte sowie Honig und Bienenwachskerzen aus der Kinder-Imkerei leider auf und in den Vorratskisten unter den Verkaufstischen geblieben.
Essen und Trinken gehen bekanntlich immer – so konnten zumindest unsere Vorräte an elsässer Flammkuchen, Waffeln und heißem Apfelwein nahezu komplett vertilgt werden.
Letztlich sind wir aber auch auf den vielfältigen selbst hergestellten Produkten nicht sitzen geblieben. Denn auf der Suche nach Weihnachtsgeschenken meldeten sich nach de, Markt noch viele Beuerner und wurden daraufhin mit „Wikinger prime“ beliefert.
Für ein Stammeslager war der Termin etwas heikel – eine Woche nach den Sommerferien, nachdem viele des Stammes nicht nur aus Schweden, Südkorea und vom Edersee, sondern auch aus dem Familieurlaub gerade zurückgekehrt waren.
Aber ein Lager mit dem Schwerpunkt Überlebenstraining ist schließlich kein Wochenende auf dem Ponyhof.
Insofern wurde auch diese terminliche Herausforderung angenommen. Und für alle hat es sich gelohnt. Denn viele neue Erfahrungen konnten gesammelt und Techniken erprobt werden. So war es für einige Sipplinge das erste Mal, allein und ohne Zelt im Wald zu übernachten. Mehr noch: Im Wald des alten Steinbruchs unweit des Badeplatzes wimmelt es nachst von Wildschweinen und sonstigem wilden Getier, und die vom Steinbruch zerklüftete Landschaft wirkt schon bei Tage etwas schaurig.
Schon beim nächsten Mal wird sicherlich die nächtliche Angst bestimmt geringer ausfallen. So dürfte der Kurs im Bogenschießen dazu beitragen, zumindest mental der Wildschweinherausforderung gewachsen zu sein.
Aber auch viele weitere Aktivitäten dürften Selbständigkeit und Selbstvertrauen sowohl der Wölflinge als auch der Pfadfinder*innen gefördert und damit die Bereitschaft erhöht haben, sich in unkalkulierbare Situationen zu begeben. Das gilt beispielsweise für das Teekochen aus gesammelten Wiesenkräutern, den Bau von Wasserfiltern aus Naturmaterialien, die Einführung in den Umgang mit Verletzungen oder das gemeinsame Kochen am Lagerfeuer in Kleingruppen.