Seit Mitte 2006 betreiben wir erfolgreich unsere eigene Imkerei. Im jährlichen Wechsel ist es jeweils eine Gruppe aus älteren Wölflingen und Jungpfadfindern, die sich mit vollem Elan um die Bienen kümmert. Besonders danken wir Stefan Böck – dem Vater zweier unserer Mitglieder –  für seinen unterstützenden Einsatz. Als wahnsinnig kompetenter Imker hat er mit uns das Projekt „Kinderimkerei“ angestoßen und steht uns auch mit Rat und Tat zur Seite, seitdem wir auf relativ eigenen Imkerbeinen stehen.

 

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Trotz vergleichsweise (quantitativ) schlechter Ernte können wir in 2019 einen etwas dunkleren Frühjahrshonig anbieten, der vor Obstblütennektar strotzt, weil zur Zeit der Rapsblüte die Bienchen ob der Witterungsverhältnisse lieber in ihren Kästen blieben.

Das Qualitätsurteil unseres zugereisten Beuerner Honigsommeliers, das wir hier gerne wiedergeben, lautet:

„Gerade in diesem Jahr haben die, allesamt mit einem blau-gelben Halstuch versehenen, Beuerner Pfadfinderbienen einen Frühjahrshonig von höchster gustatorischer und olfaktorischer Qualität eingetragen, der in der momentan witterungsbezogen höchst wechselhaften Zeit des diesjährigen Frühsommers mit einer unvergleichlichen Reminiszenz an jene sonnigen Frühjahrstage verweist, in denen Kirsche, Apfel und Birne ihre Blüten dem naturbegeisterten Betrachter freundlich und gleichsam selbstbewusst zur Schau stellten. Nach kurzer Einspeichelung umspült der Honig sämtliche Geschmacksknospen der männlichen und weiblichen Zunge, um dann – gemeinsam mit knusprigen, aber wahrscheinlich halbzerkauten Brötchenteilen – in einem unvergleichlich sanften Abgang behutsam den Weg in die Verdauungsorgane anzutreten und dort als unübertreffliches Naturprodukt all jene gesundheitlichen Vorzüge für den menschlichen Körper zu entfalten, wie sie uns aus Zeiten des imkereibegeisterten deutschen Dichterfürsten Johann Wolfgang von Goethe überliefert sind. Einzig die mit diesem Frühjahrshonig verbundene Kinderarbeit – die an vergleichbar problematische Produktionsstrukturen in Südamerika und Afrika erinnert – lässt den von der Idee der nachhaltigen und fairen Produktionslinie beeinflussten Konsumenten aufschrecken. Dies freilich nur kurz, denn in heutiger Zeit gilt mehr denn je: erst kommt das Fressen, dann die Moral (Bertold Brecht) – zumal durch die Arbeit der kleinen Händchen der bekannte und bereits seit Jahren nicht erhöhte Preis von 5,- Euro pro 500gr.-Glas nach Auskunft der Pfadfinderschar auch trotz schlechter Ernte nicht erhöht werden soll“.

 

 

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