Fronleichnamslager (05.-07.06.2026)

……………………..
………………………………..
…………………………………..

……………………..
………………………………..
…………………………………..

Normalerweise haben Eltern bei den Pfadfindern nichts zu suchen. Denn der Reiz des Pfadfindens besteht für Kinder und Jugendliche ja gerade darin, für eine gewisse Zeit der elterlichen Aufsicht entzogen zu sein und die eigenen Angelegenheiten selbst oder mit Freunden gemeinsam zu regeln. Das gilt insbesondere für Fahrten und Lager, bei denen nicht nur Abenteuer und Erlebnisse hinter jeder Ecke lauern, sondern das selbständige Entscheiden und Handeln eine ständige Herausforderung darstellt – ebenso wie das Verkraften von Misserfolgen.
Gleichwohl wollten wir den Eltern einmal Gelegenheit geben, Pfadfinderluft zu schnuppern und dabei einen kleinen Einblick in den Alltag des Gruppenlebens zu gewinnen. Feuer, Wandern, Kennenlernen, Spielen und Zusammenarbeit standen daher im Zentrum eines Familientages, der auf dem Badeplatz veranstaltet wurde. Wer auf eine erholsame Zeit auf dem idyllischen Naturgelände gehofft hatte, wurde recht schnell enttäuscht. Denn nach einem Kennenlernspiel, damit auch die Eltern untereinander wussten, mit wem sie es zu tun haben, wurden mehrere Gruppen gebildet und mit einer Landkarte ausgerüstet. Eine darauf markierte Strecke von ca. sechs Kilometern sollte absolviert und dabei mehrere Stationen angelaufen werden. Letztere hielten vor allem Kooperationsspiele bereit, die nicht nur die Fähigkeit zur Zusammenarbeit herausforderten, sondern ebenso Geschicklichkeit, Kreativität und körperliche Fitness voraussetzten. Nachdem auch jene Gruppe wieder am Badeplatz eintraf, die sich heillos verlaufen hatte, konnte auch der entspannende Teil des Treffens beginnen. Während sich einerseits Gesprächsgrüppchen bildeten oder am Bach gespielt wurde, versuchten andere, ihr Stockbrot am Feuer zu backen.

Schnell vergangen sind die letzten 25 Jahre, in denen der Stamm bis zu seinem heutigen Erscheinungsbild aufgebaut wurde. Jedoch ist in dieser Zeit eine Menge passiert. Das betrifft nicht nur die Anschaffung einer respektablen Ausrüstung für Fahrten, Lager und das Kanufahren, sondern auch die Ausstattung für vielfältige handwerkliche Tätigkeiten wie das Schmieden und Steinmetzen oder die Verarbeitung von Wolle. Profilbildend für die Gruppe sind nicht zuletzt die vielen durchgeführten Umweltprojekte, die uns neben unserer Kinderimkerei teils temporär teils dauerhaft in Atem halten.
Vor allem freuen wir uns, dass wir mit dem alten Badeplatz des Dorfes ein naturnahes Domizil gefunden haben, das wir nach unseren Vorstelllungen entwickeln konnten, und dass es uns vor 15 Jahren mit einem recht hohen finanziellen Risiko gelungen ist, mit einem weitgehend ökologischen Häuschen einen Unterschlupf für die Gruppentreffen in den Wintermonaten zu bauen.
Was den Stamm Wikinger ausmacht, lässt sich leicht beim Surfen durch unsere Homepage erschließen. Wer es eher analog mag, besucht uns am 20. September am Badeplatz. Im Rahmen unserer Jubiläumsfeier, die an diesem Sonntag den Abschluss unseres Herbstlagers bildet, werden so einige Aktivitäten zu besichtigen sein.